Rekordhitze und das Chili-Kuriositätenmuseum
Geschrieben von Michi am 12. Juli 2010 um 19:29 Uhr

Es tut sich richtig was bei Temperaturen von deut­lich über 36°C im Schatten. Heute kletterte die Temperatur sogar noch ein Stückchen höher: 37.38°C gegen 14 Uhr. Wirklich Wahnsinn diese Hitze. Wenn das so weitergeht, könnte es den Re­kord­som­mer 2003 sogar noch toppen.

Ich habe aber einen Grund zur Freude: Bei dieser Hitze sind auf einen Schlag bei gleich fünf Sorten die Früchte abgereift:

Thai Red Hot (die Verkreuzte) / Joes Long Cayenne

Auf dem linken Bild ist die Monsterfrucht der wohl gekreuzten Thai Red Hot zu se­hen. Sie ist rund 8cm lang und fast 1,5cm dick. Mich würde ja mal interessieren, mit welcher anderen Sorte sich diese Pflanze verkreuzt hat. Ich habe da aber be­reits eine eine Ver­mu­tung:

Schaut euch mal rechts die erste Frucht der Joes Long Cayenne an. Sie ist 10cm lang und nur 5mm dick. Entweder ist diese erste Frucht etwas zu klein geraten, oder ich habe eine Doppelkreuzung zwischen den beiden Sorten erwischt – was na­tür­lich in der Tat lustig wäre :)

Ein wenig Klarheit wird die Geschmacksprobe nach der Ernte ergeben. Mal sehen.

Ungarische Peperoni / Piment d’Espelette

Was für eine geniale Sorte, diese ungarische Peperoni! Die Pflanze ist mit­tler­wei­le richtig groß und trägt dutzende Früchte. Die erste Frucht an der Haupt­ver­zwei­gung ist gerade wun­derschön abgereift, wie ihr auf dem linken Foto sehen könnt. Das Rot der Frucht ist wirklich super. Wenn jetzt noch Geschmack und Schärfe passen, wird davon im nächsten Jahr mehr angebaut!

Dagegen sieht die erste Piment d’Espelette relativ fad aus. Sie hat nicht ganz die Form und Größe einer originalen Espelette Frucht. Aber auch hier heißt es erstmal: Probieren geht über studieren und auf die nächsten Früchte warten.

Jalapeño

Auch die Jalapeños sehen dieses Jahr ein wenig anders aus. Diese erste Frucht ist ein wenig klein geraten (4×2cm). Das abgerundete Ende unten sieht aber ganz nach Jalapeños aus.

Jetzt könnt ihr euch sicher denken, warum dieser Artikel als “Kuriositätenmuseum” betitelt wurde. Ich habe in diesem Jahr wohl viel mit Kreuzungen zu tun. Was aber auch an mir selbst liegt: Ich habe es im letzten Jahr verpasst, sortenreine Samen von einigen Lieblingssorten zu produzieren.

Ich hatte allerdings noch ein paar sortenreine Samen von diversen Sorten aus dem letzten Jahr. Diese habe ich in diesem Anbaujahr auch verwendet. Leider haben diese Samen erst relativ spät gekeimt, sodaß die Pflanzen noch dementsprechend kleiner sind als die anderen. Mal sehen, ob ich von diesen Pflanzen noch ein paar sortenechte Samen ernten kann.

Falls alle Stricke reißen, muss ich im nächsten Jahr halt wieder frische Samen be­stel­len oder auf (vermeindlich) sortenechte Samen aus dem Freundeskreis hoffen..

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