Das Produktionsmonster lebt!
Geschrieben von: Michi am 10. Juni 2011 um 21:28 Uhr

Viele von den Stammlesern werden sich sicher fragen: Wie geht es der über­win­ter­ten Lemon Drop? Erstmal als Entwarnung: Es geht ihr hervorragend!

Rückblick

Nachdem ich die Pflanze im Spätherbst herein geholt und zurück geschnitten hatte, war über den Winter über von ihr nicht viel zu sehen. Mal hier und da ist ein Blatt ge­wach­sen, aber das wars auch schon. Nach dem Umtopfen in frische Erde im Frühjahr ging es ihr erst richtig schlecht. Die paar noch vorhandenen Blätter wur­den extrem schlaff und die Äste hingen traurig herunter – und das für viele Wo­chen. An dieser Stelle kamen mir die ersten Zweifel, ob die mittlerweile drei Jahre alte Pflanze dieses Anbaujahr noch erleben wird.

Positive Entwicklungen

Ich hatte sie im Esszimmer neben dem Anzuchtregal stehen, wo sie auch etwas von dem künstlichen Licht abbekommen (sollte). Das hat ihr aber wohl nicht gereicht, denn erst als ich sie bei den ersten vor-sommerlichen Temperaturen jeden Tag ein paar Stunden auf den Balkon gestellt hatte, ging es ihr relativ schnell wieder besser und sie hat sich vollständig erholt – uff!

Aber nun ran an die aktuellen Bilder :)

Wie man auf dem linken Bild sehr gut sehen kann, ist sie mittlerweile ein richtiger Hochstamm geworden und wächst dort sehr buschig heran. Allerdings habe ich sie auch in den Wintermonaten immer recht weit herunter geschnitten.

Früchte hat sie natürlich auch schon jede Menge, wie ihr auf dem Foto rechts oben sehen könnt. Wenn ihr genau hinschaut, seht ihr an der linken Frucht eine ganz leichte, gelbliche Färbung. Sie hat mich mal wieder nicht enttäuscht. Am Dienstag hatte ich mich noch darüber gewundert, dass diese Pflanze nicht die ersten reifen Früchte im Anbaujahr trägt :D

Erstaunlich finde ich es, dass sie mittlerweile an dem extrem verholzten Haupt­stamm wieder austreibt (siehe Foto oben). Bisher war ich der Meinung, dass bei einer solchen Verholzung nichts mehr nachwachsen wird, aber weit ge­feh­lt: Es gibt mittlerweile an ein paar Stellen am Hauptstamm neue Triebe :)

Zum Schluss hab ich noch etwas “kurioses”:

Zwillingsdrops! Ich bin schon gespannt, wie sich diese Frucht weiterentwickeln wird. Sie wird im jeden Fall aber was fürs Sammelalbum ;)

Ein paar Blütenfotos reiche ich noch nach – ich habe heute ernsthaft an der Pflanze keine einzige offene und fotografier-würdige Blüte gefunden, denn viele davon sind geschlossen oder bereits zu Beeren ge­wor­den.

Ausblick

Ich hoffe ihr Zu­stand wird sich nicht mehr verschlechtern – alles andere wäre zu schade. Zumal ich sie mittlerweile richtig in mein Herz geschlossen habe und sie mir bisher immer hun­der­te von Früchten pro Anbaujahr spendiert hat.

So, das wars für heute. Ich halte euch aber wie immer auf dem Laufenden. Also schaut wieder rein!

13 Kommentare zu “Das Produktionsmonster lebt!”

  1. WoFu

    Mein Glückwunsch zur erfolgreichen Belebung der alten Dame. Sie sieht wirklich schon sehr holzig und abgemagert aus. Aber die Früchte und die buschigen Blätter geben Hoffnung auf noch ein paar ertragreiche Jahre.

    Wie bekommst Du die Lemon Drop über den Winter? Immer wenn ich Chilis in der Wohnung überwintern wollte, hatte ich zuerst eine Läuseplage und dann irgenwann zu wenig Licht. Ich glaube meinen Chilis war es auch zu warm.

    Jedenfalls hatte ich nach ein bis zwei Monaten nur noch Stämmchen ohne Blätter.

    Allerdings ist es mir bereits zweimal gelungen im Keller kühl und bei wenig Licht eine Pflanze über den Winter zu bekommen.

  2. Michi

    Servus WoFu!

    Vielen Dank für die Glückwünsche :)

    Ich habe sie bisher immer gleich überwintert: Im Spätherbst herein geholt, runter geschnitten und in mein ungeheiztes Esszimmer (offen) ans Fenster gestellt. Die Temperaturen dort dürften ca. 20°C betragen im Winter. Die Tagessonne hat sie somit immer abbekommen. Gegossen habe ich sie nur wenig, aber halt nicht zu wenig. Blätter sind bei mir meist nur ganz wenige abgefallen.

    Der Läuseplage bin ich meistens dadurch entkommen, dass ich die obersten Erdschichten vor dem rein holen entfernt habe. Ich glaube wir beide hatten schon mal über diese Methode geredet :D

    Ansonsten heißt es dann im Frühjahr unbedingt Erde austauschen, mit Langzeitdünger versehen und möglichst viel Licht geben.

    Viele Grüße
    Michi

    PS: Ach ja, etwas habe ich noch vergessen: Regelmäßig mit der Pflanze reden und sie streicheln :P

  3. onlinebroker

    Das mit dem Austrieb aus dem Holz hat mich schon bei meinem Basilikum immer ueberrascht. Bei Deiner Chili kann man ja klasse sehen, wo Du sie jeden Winter beschnitten hast, sind ja 3 richtige Etagen.

  4. Thomas

    Ich kann von meiner Lemon drop endlich die ersten reifen Früchte vermelden.

    Hat entsetzlich lang gedauert, ich hatte sie Anfang Mai, nach den letzten Frösten nach draussen gebracht, da hingen schon erste, kleine Beeren dran.

    Die ganze Zeit waren sie noch grün, teilweise mit dunkler Schutzverfärbung an der Oberseite und dann, praktisch über Nacht, begann die Gelbfärbung und ich denke mal, dass ich am Wochenende erstmals ernten kann.

    Bin mal auf den Geschmack gespannt :-)

  5. Michi

    @Thomas: Freut mich zu hören! Bei mir ist nun die oben im Beitrag erwähnte Lemon Drop Frucht an der überwinterten Pflanze abgereift. Ich bin nur bisher nicht dazu ge­kom­men sie zu ernten, will ich aber bald zusammen mit anderen reifen Früchten erledigen :) (Wird na­tür­lich gebloggt!)

    Wegen der Abreifedauer: ~60 Tage sind für diese Sorte keine Sel­ten­heit. Aber du hast recht, bei wärmeren Temperaturen geht es noch nen Tick schneller.

    Ich hoffe sie wird dir schmecken! Vergiss nicht, direkt nach dem Auf­schnei­den mal daran zu riechen – ich mag den fruchtigen und zitronigen Geruch total gerne :)

    Viele Grüße
    Michi

  6. Thomas

    So, die beiden ersten Lemon drop sind den Weg des vergänglichen gegangen.

    Der Duft direkt nach dem Anschneiden ist wirklich super, danke für den Hinweis.

    Von der Schärfe würd ich sie durchaus auf 7-8 (eher 8) auf der Skala von 1-10 ansiedeln, vor allem hält die Schärfe lang nach, sowohl auf der Zunge als auch im Halsbereich.

    Die Lemon drop hat durchaus das Zeug zu meiner Liebliingschili zu werden, wobei auch die Aji Benito sehr lecker war.

  7. Thomas

    Jetzt gehts Schlag auf Schlag :-)

    Gestern hab ich wieder drei Lemon drop entdeckt, die sich gelb färben und nach oben raus setzt die Pflanze schon wieder neue Blüten an.

    Auch die Aji Benito werden jetzt vermehrt reif, es brechen also scharfe Zeiten an :-)

  8. Michi

    @Thomas: Es freut mich sehr, dass dir die Lemon Drop so gut schmecken! Ist auch meine absolute Lieblingssorte.

    Bei der Schärfe würde ich sie aber eher bei 6-7 ansiedeln. 8 ist etwas hoch gegriffen – dort rein würde ich eher eine Habanero einstufen. Aber jeder schätzt das anders ein :)

    Dann wünsch ich dir mal guten Appetit mit dem frisch abgereiften LDs und Benitos, lass es dir schmecken!

    Viele Grüße
    Michi

  9. Thomas

    Stimmt, jeder schätzt das anders ein, wobei ich einfach davon ausgehe, dass die Habanero nach wie vor ne 10 bekommt, dann entspricht die von mir vergebene 8 durchaus deiner 6-7 :)

    Die Habaneros haben inzwischen auch ordentlich Früchte angesetzt und die LDs treiben z.Zt. auch wieder neue Blüten zu den jetzt abreifenden Früchten.

    Da merkt man mal, dass die Pflanze erstmal die Prio ins abreifen gesteckt hat.

  10. Michi

    @Thomas: Hehe, du stufst Habaneros also als 10/10 ein. Wo würdest du dann z.B. die Bhut Jolokia mit dem fast vierfachen Scoville-Wert einstufen? :D

    Meine drei LDs sind auch kontinuierlich am weiter produzieren. Ich rechne in dieses Jahr wieder mit >=500 Früchten an der überwinterten LD und ~100-150 an den 2011er LDs.

    Ich wünsche dir weiterhin einen reichen Ertrag bei deiner LD, Thomas!

    Viele Grüße
    Michi

  11. Thomas

    Na ja, da ich Bhut noch nicht selbst probiert hab, halt ich momentan noch an der “alten” Skala fest.

    Mit den ganzen neuen Sorten weiss man ja langsam nicht mehr, wo man das Ende der Skala ansetzen soll, so ist ja wohl die Bhut inzwischen auch schon länger nicht mehr das Ende der Fahnenstange :)

    Mir reicht es eigentlich, wenn ich sagen kann dass meine Chilis dem einen oder anderen die Tränen in die Augen treiben *lach*

  12. Michi

    @Thomas: Jau, die Bhut ist (wohl) nicht mehr der Rekordhalter. Pur verwende ich die Bhuts übrigens auch nicht, um Gottes willen. Die Bhuts werden bei mir gesammelt, im Backofen getrocknet und zu einem leckeren Pulver vermahlen.

    Hier und da wandert dann mal eine Prise des Pulvers ins Essen und wertet es mit einer dementsprechenden Schärfe auf :)

    Aber du hast Recht, die Skala könnte man immer weiter nach oben erweitern. Irgendwann wird auch der Bhut-Konkurrent “Trinidad Scorpion – Butch T” bestimmt wieder überholt – falls sich die Sorte als stabil erweisen sollte und die Scoville Mess-Ergebnisse auch re­pro­du­zier­bar sind :)

    Viele Grüße
    Michi

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