Das Früchteparadies – Teil 4
Geschrieben von Michi am 25. Juli 2011 um 20:33 Uhr

Nun kommen wir abschließend zum vierten und letzen Teil der großen Früch­te-Foto­serie. Leider etwas später als ich es geplant hatte, denn am Wochenende hat mich die Grippe dann doch vollends erwischt. Völlig gesund bin ich noch nicht, aber das wird schon wieder.

Immerhin hat sich das Wetter halbwegs normalisiert. Immer noch recht wech­sel­haft, aber dafür Tagestemperaturen über 20°C. Aber nun Schluss mit dem Wet­ter­ge­la­ber und ran an die Fotos:

Tabasco
(C. frutescens)

Die beiden Tabascos entwickeln sich in diesem Jahr auch sehr gut. Die Pflan­zen sind so gut wie synchron gewachsen (gleiche Höhe, ähnliche Ver­zwei­gun­gen) und an beiden hängen bereits massig Früchte:

Eigentlich wollte ich sie beide vom Balkon holen um sie etwas genauer fo­to­gra­fie­ren zu können. Dabei entdeckte ich gerade noch rechtzeitig ein größeres Spin­nen­netz, welches ich natürlich nicht zerstören wollte. Beim zweiten Blick fiel mir dann die Kreuzspinne auf, die geduldig im Zentrum des Netzes auf Beute wartete.

Also schnappte ich mir kurzerhand meine Zwischenringe und lichtete sie ab:

Wie man am rechten Bildrand erkennt, hatte sie auch schon ein wenig Beute ein­ge­spon­nen. Umso besser, dass ich die Tabascos nicht einfach herausgerissen habe.

Thai Red Hot
(C. annuum)

Die beiden Thai Red Hot Büsche sind sehr schön anzusehen. Sie sind sehr buschig und dicht gesät mit vielen Früchten. Hier zu sehen die wohl “sortenechte” Pflanze:

Dass es sich bei der zweiten Thai Pflanze jedoch um eine Kreuzung handeln muss, ist mittlerweile recht eindeutig. Die Früchte sind wesentlich länger und dicker und hängen nach unten:

Da ich von der “falschen” Thai mittlerweile schon drei Früchte ernten konnte, be­stä­tigt auch der Geschmackstest die Kreuzung. Sie haben zwar einen recht deutlichen Thai-Geschmack, der aber im direkten Vergleich schmecken die Früchte ein klein wenig anders.

Sie schmecken aber auf jeden Fall sehr lecker und ich werde diese Kreuzung sicher weiter anbauen. Vorher muss ich aber dringend sortenreine Samen davon machen. Damit ich getrennte Erntemengen für die beiden Thais erhalte, wer­de ich die Ern­te­ta­bel­le um eine extra Reihe für die Kreuzungs-Pflanze erweitern.

Turuncu Spiral
(C. annuum)

Auch die neuen Sorten wachsen hervorragend. Die Turuncu Spiral hängt derzeit mit rund 20 noch unreifen Früchten voll, wie man hier sehr schön sehen kann:

Der ganze Busch ist recht instabil. Ich musste ihn mehrfach stützen, damit mir die feinen Ästchen nicht unter der Last der Früchte abbrechen. Sie ist also recht fleißig, was das Früchte produzieren angeht :)

Sooo, das war nun der letzte Teil der großen Früchte-Fotoserie. In dieser Woche er­war­te ich einen Anruf von meiner Reparaturwerkstatt, sodass ich mein geliebtes Makro-Objektiv bald wieder in den Händen halten kann.

Falls es Neuigkeiten geben sollte, halte ich euch natürlich zeitnah auf dem Lau­fen­den! Also schaut wieder rein..

Das Früchteparadies – Teil 3
Geschrieben von Michi am 22. Juli 2011 um 00:32 Uhr

Wie versprochen gibt es heute nun Teil 3 der großen Früchte-Fotoserie.

Heute hat es ausnahmsweise mal nicht geregnet und die Sonne hat sich sogar bli­cken lassen, *freu*. Die Tageshöchsttemperaturen lagen bei immerhin 24.5°C. Es wird, es wird. Weiter so lieber Sommer!

Dementsprechend ging ich heute trotz meiner leichten Erkältung freudig ans Fotos schießen. Hier die erfreulichen Ergebnisse:

Lemon Drop (überwintert)
(C. baccatum)

Mein allerliebstes Produktionsmonster, welches mittlerweile drei mal überwintert wur­de. Das Monster hat seit meinem Blogbeitrag vom 10.06.2011 nochmals or­dent­lich an Früchten zugelegt:

Ob sie ihren eigenen Ernterekord von 2009 mit insgesamt 722 Beeren dieses Jahr noch übertrumpfen kann? Warten wir es ab. Mindestens die Hälfte wird es sicher, falls nicht bin ich beleidigt :)

Ganz grob geschätzt hängen derzeit um die 100 unreife Beeren an dem Strauch.

Lemon Drop (2011)
(C. baccatum)

Die 2011er Lemon Drop Pflanzen brauchen sich aber auch nicht zu verstecken. Sie sind auch fleißig am wachsen und Früchte produzieren:

Die Beeren hängen in Dreier-Büscheln an den Verzweigungen. Bisher scheint aus so gut wie jeder Blüte auch eine Frucht geworden zu sein, super. Derzeit hängen an beiden Sträuchern rund 50 unreife Beeren, Tendenz steigend.

Piment d’Espelette
(C. annuum)

Nachdem das Anbaujahr 2010 völlig in die Hose gegangen war, bin ich nun froh, dass die Piment d’Espelette in diesem Jahr prächtig gedeiht:

Sie hat sich fleißig verzweigt und ist recht gut in die Höhe geschossen. Derzeit hän­gen ca. 15 noch unreife Beeren am Strauch. Bin gespannt, wann die erste Beere abreifen wird.

Rocoto Manzano Yellow
(C. pubescens)

Dass die Rocotos jetzt bereits Früchte tragen, ist gar nicht so selbstverständlich. Im 2009er Anbaujahr waren sie dermaßen spät dran, dass die Früchte teilweise erst An­fang November reif wurden. Leider gab es vorher schon Frost, sodass ich nur noch Matsch ernten konnte.

In diesem Jahr sieht das ganze doch viel besser aus:

Die Früchte haben in diesem Stadium schon die typische Apfelform, wie man auf dem Foto oben schön erkennen kann. Viele davon hängen noch nicht am Strauch, ich habe heute Mittag ein Dutzend am einen und vier am anderen Strauch gezählt.

Toi, toi, toi, dass sie schnell größer werden und ich vielleicht Ende August die ersten reifen Rocotos ernten kann.

Nützliche Helfer

Diese sehr nützliche Schwebfliege hatte es sich heute Mittag bei meiner Foto­ses­sion auf der überwinterten Lemon Drop gemütlich gemacht:

Bisher konnte ich kein Futter für die kleine Schwebfliege – nämlich Blattläuse – an meinen Pflanzen entdecken, zum Glück. Ich hoffe sie findet woanders ihr leckeres Blattlausbuffet :D

Soderle, das war es nun mit Teil 3 der großen Früchte-Fotoserie. Bald geht es mit den restlichen Sorten Tabasco, Thai Red Hot und Turuncu Spiral weiter..

Das Früchteparadies – Teil 2
Geschrieben von Michi am 21. Juli 2011 um 00:49 Uhr

Und weiter gehts mit Teil 2 der Früchte-Fotoserie.

Das Wetter ist immer noch frus­trie­rend. Wie sich das auf die Chilis auswirken wird, steht noch nicht so recht fest. Im Moment scheint alles wie “eingefroren” zu sein. Und ich hab mich wohl auch er­käl­tet, seufz.

Aber ich schaue positiv in die Zukunft und hoffe, dass der Sommer sich bald wieder zurückmeldet. Werfen wir bis dahin mal ein paar Blicke auf den der­zei­ti­gen Früch­te­stand, der immerhin deutlich erfreulicher ist:

Fish Pepper
(C. annuum)

An dem kleinen Busch hängen derzeit ca. 20 Früchte. Die Blüten und Früchte der Fish Pepper sind tatsächlich genauso panaschiert wie die Blätter an der Pflanze. Das konnte ich zwar bereits diversen Sor­ten­be­schrei­bung­en entnehmen, aber mir nicht so richtig vorstellen.

Umso erfreulicher ist es, dass die Früchte nun auch so aussehen:

Diese grün-weißen Früchte sind wunderschön anzusehen, ich bin richtig begeistert! Bei den beiden Früchten oben im Bild ist der Grün-Anteil jedoch recht hoch, die meisten der Früchte haben einen deutlicheren Weiß-Anteil, wie man hier schön sehen kann:

Viel grün ist dort nicht mehr zu sehen. Die Früchte scheinen ein völlig zufälliges Panaschierungsmuster zu haben. Sie sind sozusagen alle Ein­zel­stücke im unreifen Zustand. Diese Sorte werde ich auf jeden Fall wieder anbauen. Sie ist ein absoluter Augenschmaus auf meinem Balkon.

Aber ich bin natürlich auch auf den Geschmack der Beeren gespannt :D

Jalapeño
(C. annuum)

Die Jalapeños entwickeln sich sehr gut. Der noch recht kleine Busch hängt mit ca. 15 Früchten voll. Im Moment sind daran keine Blüten mehr zu erspähen.

An der linken Frucht lässt sich bereits das leichte Korkmuster erkennen:

Die meisten Früchte sind bereits relativ weit entwickelt, sodass ich mit einer grö­ßeren, gleichzeitigen Ernte an dieser Pflanze rechnen kann. Die zweite Jalapeño-Pflanze hat übrigens die gleiche Größe, aber dafür deutlich weniger Früchte, welche auch noch kleiner sind. So unterschiedlich können Pflanzen sein.

Large Cayenne
(C. annuum)

Diese Sorte habe ich in meinem allerersten Chilizuchtjahr (2008) zum ersten Mal angebaut. Ich fand sie sehr lecker, sie lassen sich auch hervorragend mit Frisch­käse oder ähnlichem füllen und grillen.

Die Pflanze hängt derzeit mit einem guten Dutzend Früchte voll:

Die Früchte sind recht groß und schwer. Sie sind allerdings nicht ganz so groß wie im ersten Jahr. Mal sehen wann ich die erste Reife Beeren davon ernten kann.

Dies war Teil 2 der großen Früchte-Fotoserie. Morgen geht es dann weiter mit der Lemon Drop, Piment d’Espelette und den beiden Rocoto Manzano Yellow Pflanzen. Also schaut wieder rein!

Das Früchteparadies – Teil 1
Geschrieben von Michi am 19. Juli 2011 um 21:28 Uhr

Wie gestern versprochen gibt es nun den ersten Teil der großen Früchte-Fotoserie. Die Bilder sind jetzt mit meiner Festbrennweite entstanden, da mein Makro-Ob­jek­tiv ja wie ich gestern berichtet habe in der Reparaturwerkstatt ist.

Aber nun direkt zu den Bildern:

Bhut Jolokia
(C. chinense)

Die Bhut Jolokia entwickelt sich hervorragend. Auch wenn sie sich nach dem Umtopfen etwas geziert hat. Es hängen mittlerweile auch schon ein gutes dutzend relativ großer Früchte daran, wie ihr hier schön sehen könnt:

Die Früchte sind schon sehr groß im direkten Vergleich zum Vorjahr. Es geht aber noch größer! wie man hier im Detail bei der zweiten Frucht von rechts sehen kann:

Was für ein Brocken – und ich habe nicht wirklich große Hände! Ich freue mich schon sehr auf die Ernte dieser Monsterbhut, was aber sicherlich noch etwas dau­ern wird. Die Bhuts brauchen nämlich immer recht lange um abzureifen.

Biquinho
(C. chinense)

Die Binquinho ist auch fleißig am Früchte produzieren. Bisher hatte ich sie ja immer nur als Bonsai Ziersorte genutzt, in diesem Jahr dann das erste Mal im 10l Eimer. Den Platz nutzt sie wohl auch voll aus. Es hängen noch locker 50 unreife Früchte da­ran und die Pflanze wächst kontinuierlich weiter:

Die tropfenförmigen Früchte sind echt klasse anzuschauen. Frisch werde ich sie nicht verwenden, wenn werde ich sie zu Pulver vermahlen. Aber erst mal genug da­von ernten, damit sich das Trocknen im Backofen lohnt :)

Bishops Crown
(C. baccatum)

Die Bishops Crown sieht auch in diesem Jahr wieder aus wie in den letzten Jahren. Das ist erst mal beruhigend, da ich von Anfang an eine Kreuzung vermutete und nicht wusste, ob diese vermeintliche Kreuzung auch stabil sein wird.

Derzeit hängen rund 25 Früchte an den Ästen:

Bin mal gespannt, wann die ersten abreifen werden. Lange kann es nicht mehr dau­ern, die Bishops Crown war relativ früh dran in diesem Jahr.

Brazilian Starfish
(C. baccatum)

Ein Neuzugang in diesem Jahr. Den Namen hat sie ihrer Fruchtform zu verdanken. Sie ähnelt ein wenig Seesternen:

Viele Früchte hängen noch nicht dran. Etwa ein Dutzend. Sie konzentriert sich wohl aufs Wachstum: Die Pflanze an sich ist monströs groß geworden. Mittlerweile ist sie ab dem Topfrand deutlich über 2m hoch. Ich werde bei Ge­le­gen­heit mal ein Ge­samt­foto von ihr machen, es ist wirklich erstaunlich. Bisher hatte ich noch kei­ne andere Chili­sor­te, die so groß geworden ist!

Wenn die Früchte jetzt noch schmecken, sind die Chancen relativ hoch, dass ich sie überwintere. Ich bin gespannt :)

Soderle. Das wars erst mal mit Teil 1 der Früchte-Fotoserie. Der zweite Teil folgt als­bald, also schaut wieder rein!

Die erste 100g+ Ernte – trotz Frühlingstemperaturen
Geschrieben von Michi am 18. Juli 2011 um 18:41 Uhr

Derzeit sind die Temperaturen draußen eine reine Katastrophe. Tagsüber kratzt das Thermometer an der 20°C Marke, nachts geht es teilweise bis auf 12°C herunter. Hallo Wetter, wir haben Mitte Juli!

Das hemmt natürlich das Wachstum der Pflanzen und der Früchteproduktion. Es bleibt zu hoffen, dass sich das Wetter wieder auf hochsommerliche Tem­pe­ra­tu­ren in den nächsten Wo­chen einstellen wird.

Nichtsdestotrotz konnte ich heute eine schöne Menge an reifen Chilis ernten:

Im Detail:

  • 24x Lemon Drop (überwintert) (93g)
  • 4x Turuncu Spiral (17g)
  • 2x Thai Red Hot (7g)

Gesamt: 30 Früchte, 117g

Meine überwinterte Lemon Drop enttäuscht mich nicht. Fast täglich kann ich an ihr frische Früchte ernten und an dem hübschen Hochstamm hängen noch locker 150 un­rei­fe Früchte. Es wird kontinuierlich weiter produziert. Ich denke sie wird meine Prognosen an Erntemassen in diesem Jahr mindestens erfüllen oder gar recht deut­lich übertrumpfen ;)

Versprochene Früchte Bilder

Eigentlich sollten am Wochenende die Artikel mit den versprochenen Bildern der Früch­te online gehen, jedoch kam mir (mal wieder) etwas dazwischen. In diesem Fall jedoch etwas sehr ärgerliches: Mein herzallerliebstes Zoom-Makro Objektiv hat sei­nen Geist aufgegeben :(

Ich habe es daher heute zu einem lokalen Reparaturservice gebracht. Allerdings wird die Reparatur rund zwei Wochen in Anspruch nehmen, da der Kollege gerade im Urlaub ist – mist! Ich hoffe jedoch, dass mein Lieblings-Objektiv noch repariert werden kann. Drückt mir die Daumen.

Morgen werde ich versuchen mit meinen anderen noch verfügbaren Objektiven ein paar vernünftige Früchte-Fotos zu machen um dann endlich die versprochenen Ar­ti­kel online zu bringen. Morgen gehts dann los mit Teil 1 der Früchte-Fotoserie. Also schaut wieder rein!

© 2017 by: michael brückner • blog software: wordpresstheme: modified sleepytiger
Visit The Ring of Fire Home Page
A service of
netRelief, Inc.

This site is a member of The Ring Of Fire
A linked list of Chile websites

Next - Skip Next - Next 5 - Prev - Skip Prev - Random Site

Join the ring or browse a complete list of The Ring Of Fire members

If you discover problems with any of The Ring Of Fire sites,
please notify the Ringmaster