Das ging sehr viel schneller als ich dachte. Gerade mal fünf Tage nach dem radikalen herunter schneiden der Pflanzen treiben diese schon wieder aus:

Auch die Black Pearl hat eifrig an fast allen Augen des Stammes neue Triebe entwickelt. Es freut mich natürlich sehr, daß es bei meinem ersten Versuch schon geklappt hat und ich nichts falsch beim Beschneiden des Stamms gemacht habe.
Nun heißt es erstmal noch ein paar Wochen warten bis sich die ersten Triebe entwickelt haben. Danach kann ich mir dann Gedanken über die Gestaltung der zwei Bonsais machen.
Jetzt noch die Weihnachtszeit und den Rutsch ins Jahr 2009 gut überstehen und schon fängt die Saison 2009 an. Ein bisschen Bammel davor habe ich schon. Ich muss ja schließlich noch meine Sortenauswahl treffen und Samen bestellen.
Wie ich befürchte wird die Auswahl gar nicht so einfach
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Nachdem mittlerweile alle Pflanzen zurück geschnitten sind, mache ich mir Gedanken was damit weiter geschehen soll. Da mich Bonsais schon immer sehr fasziniert haben und ich mitbekommen habe, daß andere Capsaholics auch damit herum experimentieren habe ich mich dazu entschlossen, es mit zwei meiner Pflanzen auszuprobieren:
Tabasco-Bonsai

Eigentlich darf ich diese zurück geschnittenen Stämme nicht “Bonsai” nennen. Denn echte japanische Bonsais sind in der Regel bereits mehrere Jahre alt. Die wirklich schönen Bonsais sind wesentlich älter – meistens um die 30-50 Jahre.
Leider haben Chilipflanzen keine so lange Lebensdauer – obwohl sie sicher geniale Bonsaipflanzen abgeben würden.
Tabasco-Bonsai (links) und Black Pearl-Bonsai (rechts):

Der Tabasco-Bonsai wurde in eine 25×20x10cm große Schale gepflanzt. Der Black Pearl-Bonsai in eine 12×12x5cm Schale. Das Moos habe ich übrigens direkt aus meinem Garten. Es muss regelmäßig feucht gehalten werden damit es nicht austrocknet.
Ich bin gespannt wie sich die Pflanzen weiterentwickeln. Ich denke jetzt werden sie erstmal zickig sein weil ich ihnen 3/4 ihrer Wurzeln geraubt habe
Aber ich hoffe, dass sie bald wieder austreiben werden. Ich berichte euch natürlich wie es mit den Chili-Bonsais weiter geht…
PS: Die blaue Bonsaischale habe ich übrigens vom “Bonsai World Shop”. Kann den Shop nur empfehlen. Sehr schneller und sicherer Versand, freundlicher Kontakt und günstige Preise.
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Ich wünsche euch allen einen schönen Nikolaustag. Ich hoffe ihr habt brav euren Stiefel vor die Tür gestellt – damit euch der Nikolaus reich mit Chilis beschenkt
Genießt noch die schöne Adventszeit und fröhliche Weihnachten!

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Und somit auch der Frost. Als erste Reaktion habe ich alle Pflanzen bis auf die Black Pearl und Macska Sárga hereingeholt und die Habanero sowie die Cayenne Pflanzen abgeerntet:

Leider waren noch einige unreife Früchte dabei. Die Habaneros habe ich direkt eingefroren. Die Cayennes habe ich noch etwas liegen lassen damit sie noch nachreifen können.

Eigentlich dachte ich das meine Entscheidung welche Pflanzen ich überwintern werde bereits entschieden wäre. Nachdem ich mir doch unschlüssig war habe ich erstmal die Habanero- und die Cayennepflanzen radikal zurück geschnitten. So nehmen sie auch erstmal viel weniger Platz in der Wohnung weg und ich kann mich immer noch entscheiden welche ich behalten werde und welche auf den Kompost wandern.

Bald werde ich noch die restlichen Tabasco-Beeren ernten und sie einfrieren. Danach werde ich die große Lemon Drop abernten und auch zurück schneiden.
Die Thai-Pflanzen fangen wieder massiv mit der Blütenproduktion an seitdem ich sie herein geholt habe. Ich denke ich werde sie beide überwintern. Dann kann ich neben den Lemon Drops noch eine andere Sorte Chilis über den Winter frisch ernten
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Gestern habe ich die Naga Morich und die beiden Tabasco-Pflanzen komplett abgeerntet und daraus Pulver hergestellt. Ernten konnte ich ca. 200g Naga Morich und rund 360 Gramm Tabasco-Beeren.

Der erste Schritt bestand darin, die Beeren erst einmal zu halbieren und die Samen zu entfernen. Bei den Tabasco-Beeren habe ich die Samen nicht enfernt, weil die Beeren doch relativ saftig und feucht waren und es viel zu lange gedauert hätte sie heraus zu friemeln.
Nach dem Entfernen der Samen kamen die Beeren auf ein Backblech und dann bei rund 65°C in den Umluft-Backofen. Nach rund 2½ Stunden (Tabasco) und ca. 1½ Stunden (Naga Morich) sind die halbierten Beeren staubtrocken.
Hier zu sehen die fertig getrockneten Tabascobeeren:

Nach dem Schütteln des Bleches und umfüllen in die Moulinette haben sich bereits viele Samen von den trockenen Beeren gelöst:

Danach ging es an das feinmahlen – was erstaunlich gut ging in der Moulinette. Das ganze habe ich noch durch ein grobes Sieb gerieben um die übrig gebliebenen Samen herauszufischen.

Umgefüllt wurde das Pulver mithilfe eines Trichters in die alten Gewürzstreuer. Und so sieht das ganze dann fertig aus:

Wie man auf dem nächsten Bild schön erkennen kann ist das linke Tabascopulver etwas feiner gemahlen als das Nagapulver:

Herausbekommen habe ich somit:
| Sorte |
Rohmenge |
Gemahlene Menge |
| Naga Morich |
200g |
25g |
| Tabasco |
360g |
40g |
Die endgültige Menge ist wie ich finde sehr in Ordnung. Das Naga Morich Pulver ist wie erwartet höllisch scharf. Als Verwendung fällt mir nur das nachschärfen von größeren Essensmengen ein.
Das Tabascopulver kann man pur auf das Abendbrot streuen und genießen
Wie man sieht muss man es nicht gleich übertreiben und ein Dörrgerät für solche Zwecke kaufen. Es hat erstaunlich gut im Backofen funktioniert und ich werde die Chilis bei zukünftigen Trockenaktionen wieder im Backofen trocknen..
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